Der wachsende Rechtsruck und die Zunahme extremistischer Einstellungen in der Gesellschaft spiegeln sich auch im psychotherapeutischen Alltag wider. Welche Herausforderungen und Verantwortungen ergeben sich in der Arbeit mit Menschen, die menschenverachtende Einstellungen vertreten?
Dazu berichtet Dr. Annika Kleinschmitt von ihrer Arbeit in Forschung und psychotherapeutischer Praxis. Gemeinsam wollen wir uns der Frage widmen, welche politische Relevanz Psychotherapie hat und wie diese in der Therapie aufgegriffen werden darf und kann. Um dieser Frage nachzugehen, wird es viel Raum für Fragen, Austausch und Diskussion geben.
Dr. Annika Kleinschmitt hat in Leipzig Psychologie und Afrikastudien studiert. Sie war von 2021 bis 2025 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration (KomRex) in Jena tätig. Am KomRex hat sie zu transdisziplinären und postkolonialen Perspektiven auf Psychotherapie promoviert und sich im Zuge dessen auch mit Auswirkungen des momentanen Rechtsrucks auf psychische Gesundheit und Psychotherapie befasst. Seit 2025 ist sie approbiert und aktuell als Verhaltenstherapeutin in einer Praxis in Leipzig tätig.
Gemeinsam mit Kritische Psychologie Jena